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1951 aber redete vor dem Bundestag als einer der ersten in der jungen Bundesrepublik der Erste Vizepräsident der Türkischen Großen Nationalversammlung, Muhlis Tumay.
Die Türkei war nach Atatürks Gründung nicht einmal 30 Jahre alt und der junge deutsche Staat gerade 2 Jahre alt. Niemand konnte damals im Bonner Parlament erahnen, dass einmal Türken nach Deutschland einwandern und heute nicht nur in diesem Bundestag, sondern auch als Minister in Landesregierungen sitzen.
An diesem Wochenende beginnen die Feiern zum Tag der Deutschen Einheit. Bonn, die alte deutsche Bundeshauptstadt, ist Gastgeber, weil Nordrhein-Westfalen derzeit die Bundesratspräsidentschaft hat. Und dieses große Bundesland, in dem die meisten Türkeistämmigen leben, feiert gleichzeitig sein Landesfest. Viele hunderttausend Menschen werden das große Angebot beim Bürgerfest nutzen. Fahren doch auch Sie mit Ihrer Familie nach Bonn und feiern Sie mit an diesem langen Wochenende.
Kennen Sie das schöne deutsche Wort „Federweißer“. Er ist nur im frühen Herbst, also in diesen Tagen, erhältlich. Federweißer ist der erst am Beginn der Gärung stehende Traubenmost, den man innerhalb weniger Tage trinken muss. Am besten isst man dazu einen frischen Zwiebelkuchen. Wenn die Weinlese und der erste Federweiße erhältlich ist, spürt man, dass das Jahr so langsam zu Ende geht.
Begeistert hat mich, was die Fan aus einer eigentlich als Strafe gedachten Entscheidung gemacht haben. Wegen Krawallen durften zum Süper-Lig-Spiel gegen Maniaspor nur Frauen und Kinder ins Sükrü Saracoglu-Stadion. 41000 erzeugten mit Trikots und Doppelhaltern, mit dem Singen der Nationalhymne und des Vereinslieds eine einzigartige Stimmung, von der der brasilianische Kapitän Alex de Sousa begeistert schwärmte. Manchmal wünscht man sich das auch für Deutschland: So geschmacklos wie viele Männer im Schalke-Fanblock Todesanzeigen gegen den neuen Bayern- und früheren Schalke-Torwart Neuer hochhielten, hätten Frauen nie reagiert.
Dieses schöne, warme Herbstwetter nennt man „Altweibersommer“. Dies hat nichts mit Weibern, jenem uncharmanten Wort für Frauen zu tun. „Weiben“ kommt aus dem Althochdeutschen und meint das Spinnen von Spinnweben, die in diesen schönen Septembertagen weit verbreitet sind. Ich wünsche Ihnen also ein schönes „Altweiberwochende“, für Männer und Frauen, - nicht nur im Stadion.